Staphylococcus aureus
Beschreibung: Kugelförmiges gram-positives Bakterium. Entwickeln sich zwischen 10°C und 45°C, die optimalen Temperaturverhältnisse liegen zwischen 30°C und 37°C. Der pH-Wert liegt zwischen 4 und 9, optimal zwischen 7 und 7,5. Obwohl sie nicht sporogen sind, sind Staphylokokken unter ungünstigen Umgebungsverhältnissen besonders resistent.
Wo es zu finden ist :Im Wasser, auf der Haut und in den Schleimhäuten. Der Mensch ist dem Risiko einer Staphylokokkeninfektion ständig ausgesetzt, da normalerweise im Organismus der meisten erwachsenen Personen potentiell pathogene Staphylokokken vorhanden sind.
Wirkung:Können im menschlichen Organismus Infektionen verschiedener Art verursachen: von Hautinfektionen wie Furunkel, bis zu Lungeninfektionen wie Bronchopneumonien und Blutinfektionen wie Blutvergiftungen. Besonders hoch ist die Zahl der Staphylokokkeninfektionen in Krankenhausbereichen bei Patienten mit oftmals offenen Wunden und geschwächtem Immunsystem. Das Auftreten solcher Epidemien in bestimmten Abteilungen kann besonders schlimm sein und schwere prophylaktische und therapeutische Probleme hervorrufen.
Escherichia coli
Beschreibung:Ubiquitärer gram-negativer Mikoorganismus der Familie der Enterobacteriaceae. Die Fortpflanzung erfolgt sehr leicht; mit großer ph-Variationstoleranz, optimal mit einem pH-Wert von 7,5. Die optimale Temperatur liegt bei 37°C. Sehr wärmebeständig: Inkubation bei 45°C.
Wo es zu finden ist: Befindet sich im Erdboden, im Wasser, in der Vegetation und in der Darmflora der meisten Tiere. Das Escherichia coli ist ein üblicher Gast des menschlichen Organismus, wo es die dominierende Species der im Dickdarm residenten fakultativen Bakteriengemeinschaft darstellt.
Wirkung:Einige Stämme des E.coli sind die krankheitserregenden (exogenen) Stoffe von Enteritiserkrankungen, die besonders bei Kleinkindern besonders schlimm sind und über gesunde Krankheitsträger durch infizierte Nahrungsmitteln in den Organismus gelangen. E.coli ist auch der häufigste und wichtigste krankheitserregende (endogene) Stoff von Harnwegeinfektionen (Zystitis, Cystopielitis, Pielitis). Zusätzlich zu Harnwegeinfektionen können Escherichia coli bei Neugeborenen auch Blutvergiftungen und Meningitis verursachen; es ist unbedingt zu sagen, dass sich vor allem in den letzten Jahren eine ganze Reihe „opportunistischer“ Infektionen entwickelt haben, die besonders häufig als Krankenhausinfektionen in Form verschiedener Infektionen der Atemwege, Wunden, sowie Folgeinfektionen durch endoskopische Instrumente usw. offenbaren.
Pseudomonas aeruginosa
Beschreibung:Gram-negativ Bakterium, das bei Temperaturen zwischen mindestens 4°C und maximal 42°C wachsen kann, sich bei pH-Werten unter 4,5 jedoch nicht entwickelt.
Wo es zu finden ist: Stark vertreten in Gewässern, im Erdboden und als Kommensale auf der Haut und im Darm. Durch seine geringe oder fehlende Sensibilität gegenüber den herkömmlichsten Antibiotika wird seine Entwicklung bei irgend welchen Behandlungen mit antibakteriellen Medikamenten gefördert, da das Antibiotikum durch die reduzierte Konkurrenz der restlichen mikrobiellen Population dem Bakterium erlaubt, eine sonst nicht mögliche numerische Konsistenz zu erreichen.
Wirkung:Ist bei veranlagten Menschen, d.h. in besonderen Situationen mit abgeschwächten Abwehrkräften in der Lage, verschiedene Erkrankungen zu verursachen, wie die Infektion von Wunden, Verbrennungen, Meningitis (Punktionsnadeln) oder Harnwegeentzündungen infolge von Eingriffen mit Instrumenten.
Enterococcus faecalis
Beschreibung:Gram-positiv Bakterium, das in der Natur stark verbreitet ist. Wächst zwischen 10-45°C, in Lösungen mit bis zu 6,5% Natriumchlorid, bei pH 9,6 und überlebt 30 Minuten einer Temperatur von 60°C.
Wo es zu finden ist: Gehört zur mikrobiellen Darmflora der Menschen und Tiere, ist aber auch in Pflanzen und Insekten zu finden. Wird als Anzeiger fäkaler Verschmutzungen im Wasser und in Nahrungsmitteln verwendet.
Wirkung:Enterokokken sind Bakterien mit einem niedrigen pathogenen Vermögen, sie besitzen jedoch Gene, welche die Widerstandsfähigkeit gegenüber einiger Antibiotika codieren und deshalb in Bereichen überleben, in denen diese im breiteren Umfang verwendet werden. In den letzten 15 Jahren haben sie sich in der Tat in Krankenhausbereichen oft als Ursache von Infektionen der Harnwege und chirurgischer Wunden erwiesen und Bakteremien und manchmal Endokarditen verursacht. Die meisten Enterokokken-Infektionen werden von E.faecalis verursacht (85-90%).







